Das Pendel der Macht und Ohnmacht, wo befindest du dich eher?

Das Pendel der Macht und Ohnmacht

von Winnie | Klarheit und Achtsamkeit

Feb 07
Das Pendel der Macht und Ohnmacht

Macht und Ohnmacht bedingen sich gegenseitig. Auf welcher Seite dieses Pendels befindest du dich eher? Der Ausschlag des Pendels ist abhängig davon, wie sehr die Bewegung des Pendels genährt wird. Du kannst diesen Ausschlag beeinflussen!

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Was hat Macht mit Machen zu tun?

Im Wort Macht ist das Verb „machen“ enthalten. Dies gibt dir bereits ein Gefühl dafür, dass deine Aktivität dir Macht verleiht. Dank dem Machen wirst du zum Macher. So hast du ein wirksames Werkzeug, um deine Welt zu gestalten. Vorausgesetzt, du bist zielorientiert.

Können wir umgekehrt daraus den Schluss ziehen, dass die Inaktivität mit der Ohnmacht zusammenhängt? Wenn du dich ohnmächtig fühlst, wirst du dich tendenziell passiver verhalten. So entsteht ein Kreis, wo die Passivität deine Ohnmacht verstärkt.

Was hält dich in der Ohnmacht?

Lucius Annaeus Seneca, ein römischer Politiker, Dichter und Philosoph gibt uns einen wichtigen Grund

Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.

Machst du dir zu viele Gedanken, bevor du ins Machen kommst? Meldet sich dein innerer Kritiker und zeigt dir alle Möglichkeiten auf, weshalb du nicht erfolgreich sein kannst? Lähmt dich das oder kommst du erst gar nicht in die Gänge?

Wenn du ein schwer beladener Lastwagen beobachtest, wird er langsam anfahren. Erst mit der Zeit wird dieser Lastwagen schneller. So ist es auch mit neuen Vorhaben. Der erste Schritt ist der Schwierigste und du wirst Zeit benötigen, um ein Momentum aufzubauen.

Es ist unser Licht, nicht unsere Dunkelheit, das uns erschreckt.

Dieses Zitat stammt von Nelson Mandela, ein Aktivist und erster schwarzer Präsident Südafrikas

Es ist unser Licht, nicht unsere Dunkelheit, das uns erschreckt.

Was meinst du dazu? Das ist ein spannender Gedanke. Kann es sein, dass du dich bis jetzt mehr auf deine Defizite konzentriert hast? Das ein Gefühl vordergründig nicht zu genügen da ist. In der Erziehung bist du eher konfrontiert worden, mit dem was du nicht so gut kannst. Da benötigst du viel Mut etwas Neues zu wagen!

Jetzt stell dir vor, du bist ein Macher. Du bist felsenfest davon überzeugt, dass dein Weg für dich der Richtige ist. Dein Umfeld ist skeptisch. Du überwindest dich und gehst voran. Deine Vision ist so stark, dass dir andere folgen. Dabei bist du nicht bereit dich so zu exponieren. Du kannst dich ja täuschen.

Du bist, wie eine Kerze. Mit deinem Licht kannst du viele Lichter anzünden, ohne an Leuchtkraft einzubüssen. Lese dazu doch meinen Blog über Gewinnen und miteinander verbunden sein.

Entsteht das Streben nach Macht aus einem mangelndem Vertrauen?

Macht und Ohnmacht

Erich Kästner war ein deutscher Schriftsteller und sein Zitat passt zu meiner Frage.

Die Lust an der Macht hat ihren Ursprung nicht in der Stärke, sondern in der Schwäche.

Die Macht über andere gibt ein Gefühl der Sicherheit und sie ist sehr trügerisch. Die Mächtigen sind andauernd beschäftigt mit dem Ausbauen ihrer Macht. Sei es durch’s Anhäufen von Geld oder vergrössern ihrer Kontrolle. Das Bedürfnis nach Macht entsteht aus der Angst.

Die Angst, dass etwas weggenommen wird. Die Angst, dass es nicht genügend für alle hat. Möglicherweise die Angst nicht geliebt zu werden. Diese Ansichten machen alle Beteiligten sehr unfrei. Orientieren wir uns besser am Zitat von Carl Gustav Jung, ein Schweizer Psychiater

Wo die Liebe herrscht, da gibt es keinen Machtwillen.

Die Macht über dich selbst.

Diese Macht ist das, was du anstreben solltest. Wie gehst du vor?

Folge diesen 7 Schritte, die ineinander fliessen und wiederhole sie bei Bedarf.

  • Du bist offen für alles, was in dir lebt. Du gibst diesen Gefühlen und Gedanken Raum und schaust sie dir an.
  • Es ist völlig okay Angst zu haben und Kontrolle ausüben zu wollen.
  • Du übernimmst Verantwortung für das was da ist.
  • Du entscheidest dich, das was dich stärkt zu leben.
  • Du gibst deinem Umfeld die Freiheit ihre eigenen Entscheidungen zu treffen.
  • Du handelst entsprechend deiner eigenen Entscheidung.
  • Deine innere Freiheit erlaubt es dir, falls notwendig dich um zu entscheiden.

Diese 7 Schritte unterstützen dich dabei den Ausschlag des Pendels zu verkleinern. So kannst du aus dem ewigen Spiel der Macht und Ohnmacht aussteigen. Aktiv sein und deine eigene Macht leben. Ausserdem deinen Mitmenschen die Verantwortung für ihr Leben zu überlassen.

Du kannst nicht alles erzwingen.

Manchmal bist du guter Dinge und dann wirst du auf einmal ausgebremst! Nichts klappt und du versuchst alles mögliche und kommst gar nicht vom Fleck. Was läuft da ab? 

Ein anderes Mal gelingt einfach alles. Du triffst die richtigen Menschen und du kannst dir nicht erklären, womit dies zusammenhängt. Von Anfang bis zum Ende fügt sich alles optimal. Wie du mit diesem Thema umgehen kannst, habe ich bereits hier erwähnt.

Nicht jedes Ereignis liegt in unserer Macht. Jetzt möchte ich diese Situation aus einem anderen Blickwinkel betrachten. Victor Hugo, ein französischer Schriftsteller sagte folgendes

Nichts auf der Welt ist so mächtig wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist.

Auf den richtigen Zeitpunkt kommt es an.

Macht und Ohnmacht

Du erntest nicht das ganze Jahr. Früher waren die Menschen sehr verbunden mit den Zyklen der Natur. Jetzt ist es selbstverständlich jedes Produkt zur jeder Zeit kaufen zu können. Der Prozess des Wachstums ist uns abhanden gekommen. Warten und geduldig sein ist nicht einfach.

3 Überlegungen, die dir dabei helfen:

  • Dein Projekt benötigt eine gewisse Zeit zum Wachsen. Zu früh auf den Markt gebracht, hat es nicht die notwendige Kraft, um zu überleben.
  • Du darfst nicht vergessen, dass auch du fähig sein musst, um mit dem Erfolg deines Projekts umzugehen. Vielleicht gibt es noch Fähigkeiten, die es zu entwickeln gilt, um ans Ziel zu kommen.
  • Dein Projekt muss überlebensfähig sein. Die Umgebung und der Zeitpunkt müssen passen. Schau als Beispiel, die rasante Entwicklung des Internets an. Erst gute 20 Jahre alt und die Leute informieren sich täglich über’s Internet. So werden sie auch mobilisiert und je nach Land ist diese Ausbreitung nicht erwünscht.

Fazit:

Macht und Ohnmacht bedingen sich gegenseitig. Du kommst in deine Macht, indem du handelst. Gib dein Bedürfnis nach Kontrolle auf und vertraue auf ein gutes Endergebnis. Wir sehen nur ein kleiner Ausschnitt der Wirklichkeit und können gar nicht abschätzen, welches Ereignis oder nicht Ereignis gut für uns ist.

Deine Geduld und die Fähigkeit zum Warten sind eine wichtige Ressource. Aktives Warten ist kein Zeichen der Ohnmacht, sondern ein sich fügen in etwas, das grösser ist als du.

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