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5 einfache Schritte für mehr Selbstvertrauen.

von Winnie | Klarheit und Achtsamkeit

Mai 09
Wie du mehr Selbstvertrauen gewinnst.

Schaust du sehnsüchtig erfolgreiche und selbstsichere Menschen an? Kannst du nur schwer nachempfinden, weshalb ein Mensch sich überall zurecht findet, obwohl er seine bekannte Umgebung hinter sich gelassen hat.

Diese Menschen sind selten Senkrechtstarter, sondern sie haben sich gewisse Strategien angeeignet, die helfen ihre Grenzen zu verlegen. Was ist das Erfolgsrezept dieser Personen? Hier findest du 5 Strategien, um dein Selbstvertrauen zu stärken.

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Was ist Selbstvertrauen?

Einfach ausgedrückt, dein Selbstvertrauen steht und fällt mit deinem Selbstbild. Dieses innere Bild basiert auf deine Erfahrungen und Erwartungen und wird dich je nachdem beflügeln oder ausbremsen.

Unter dem Begriff „Selbstvertrauen“ versteht die Psychologie die emotionale Bewertung und den Eindruck, den man von sich selbst hat.

Diese werden im Hinblick auf die Lösung einer anstehenden Herausforderung, einer Aufgabe, eines Konfliktes oder der Lösung eines Problems bewertet.

So werden die subjektiven Fähigkeiten mit den Anforderungen verglichen, die notwendig sind, die bestehenden Herausforderungen zu meistern. Diese Bewertung und der Eindruck bezieht sich auf:

  • Fähigkeiten, Fertigkeiten und Handlungskompetenz
  • Wissen und Methodenkompetenz
  • Erfahrung und Verhalten
  • Motivation und mentale Stärke.
  • den eigenen Charakter

Die Bewertung kann sich auf Erinnerungen an die Vergangenheit, das aktuelle Selbstempfinden in der Gegenwart oder das erwartete Selbstempfinden in die Zukunft beziehen. Der Grad des Selbstvertrauens hängt aber auch von der aktuellen physischen und psychischen Verfassung der Person ab.

Selbstvertrauen ist darüber hinaus auch eine politische und moralische Grösse, die darin besteht, in bestimmten Situationen sein Recht einzufordern oder zu erlangen.

Niemand kommt mit Selbstvertrauen auf die Welt. Jene Menschen, die Selbstsicherheit ausstrahlen, frei von Furcht sind und sich überall zurechtfinden, haben ihr Selbstvertrauen nach und nach erworben.

David J. Schwartz

Selbstsicherheit kannst du lernen. Selbstvertrauen ist eine innere Einstellung dir selbst gegenüber und die hast du dir über viele Jahre hinweg angeeignet. Das heisst, du hast gelernt dich toll zu finden oder leider das genaue Gegenteil.

Dein Selbstbild ist subjektiv. Je nachdem mit wem du zusammen bist, wird ein Teil deiner Eigenschaften geschätzt oder verteufelt. Diese Bewertung jedoch ist ebenfalls subjektiv. Die Erfahrung des anderen bestimmt, was dieser Person auffällt und gefällt.

Die Chance dein Selbstvertrauen zu steigern liegt darin, zu erkennen wie relativ diese Einschätzung ist.

Wie gehst du vor, um selbstbewusster zu werden?

Was definitiv nicht hilfreich ist:

  • Dich andauernd mit Situationen zu konfrontieren, denen du nicht gewachsen bist. 
  • Regelmässig dir selbst und deinem Umfeld erzählen, was du alles nicht kannst oder nicht gut machst.
  • Bei Fehlern dich zu kasteien, weil du so unfähig bist.
  • Die Gesellschaft von Menschen zu suchen, die dir bestätigen das du nichts kannst, unattraktiv oder zu dumm bist. 
  • Dir Kommentare deines Umfelds, wie z.B. "ich habe es dir doch gesagt" anzuhören.

Ich bin mir sicher, jeder Einzelne von uns tappt gelegentlich in diese Falle und wird somit in seinen Defiziten bestätigt. Dies führt dazu, dass wir in unserer Komfortzone bleiben und nur zögerlich unsere Grenzen sprengen. Mehr dazu in folgendem Blog.

Willst du deine Kommunikationsfähigkeit verbessern? Hier geht es zum Download
"10 Worte, die es in sich haben".

Lass dich von folgenden Tipps inspirieren und stärke dein Selbstbewusstsein.

1. Selbstliebe

Alles fängt mit folgendem Zitat über die Selbstliebe an.

Es ist nicht deine Aufgabe, mich zu lieben – es ist meine.

Byron Katie

Es ist einfach dich auf deine Defizite zu konzentrieren. Deutlich schwieriger wird es dir bewusst zu machen, was dich alles auszeichnet; welche Talente du hast, deine (innere und äussere) Schönheit und welche Herausforderungen du bereits bewältigt hast. Frage dich, wie oft klopfst du dir zufrieden auf die Schultern und wie oft ist das, was du geleistet hast selbstverständlich!

Sich selbst super zu finden wird schnell abgestempelt als eingebildet, dabei stinkt ehrliches Eigenlob gar nicht. Im Gegenteil, ich will sogar soweit gehen zu sagen, dass es dich aufbaut, wie nichts anderes. Ein Lob deines Liebsten ist nicht halb so potent, weil es dich abhängig von der Meinung jemand anderem macht. 

Der erste Schritt ist dich intensiv mit deinen positiven Seiten auseinander zu setzen. Dies führt dazu, dass sich deine Ausstrahlung verändert. Wenn du anfängst dich mehr zu schätzen, wirst du anders auf andere Menschen wirken. Nicht nur das, sondern diese zufriedenere Ausstrahlung wird ungeahnte Wirkungen erzielen. Mehr dazu in folgendem Blog.

2. Mache eine klare Analyse der Ausgangslage.

Kein Mensch kann alles gleich gut und niemand ist ohne Makel. Nicht jedes Defizit ist gleich schlimm.

Ein Beispiel: Wenn du Buchhalter/in bist, solltest du gut rechnen können und dich mit Rechnungsprogrammen auskennen. Bist du in einer anderen Branche tätig, dann kannst du deine "Rechnungsaufgaben" delegieren. Klar kostet das Geld, aber dafür hast du mehr Zeit dich mit deinen Kompetenzen auseinander zu setzen und meistens macht das mehr Sinn und Spass.

Ein Problem entsteht erst, wenn du liebend gerne Buchhalter/in werden möchtest und nicht rechnen kannst. Jetzt ist es wichtig dir folgende Frage zu stellen, wie gehst du vor, um dir dieses Können anzueignen.

Eine weitere Überlegung die Sinn macht ist zu sehen, ob dieser Herzenswunsch einen solchen Aufwand rechtfertigt. Frage dich, was bewegt mich dazu diesen Beruf auszuwählen? Ist es wirklich dein eigener Wunsch oder bist du dort fremdbestimmt? Weiteres zu diesem Thema in folgendem Blog.

Überlege dir ausserdem, ob es nicht etwas anderes gibt, das dich ebenfalls glücklich macht und mehr deinen Fähigkeiten entspricht. Immer auf den Zehenspitzen zu stehen ist unglaublich anstrengend und kann zur Lasten deiner Lebensfreude gehen.

Erschaffe dir einen Überblick über deine Talente und deine Defizite. Versuche deine Lebensaufgabe möglichst nach deinen Fähigkeiten zu gestalten.

Selbstvertrauen

3. Was willst du entwickeln?

Möglicherweise spürst du, dass es dein absoluter Herzenswunsch ist ein Hobby auszuüben, das dir überhaupt nicht liegt. Als Beispiel nehmen wir Tanzen und zwar Tango. Dich spricht die Leidenschaft und der Stolz dieser Tanzform an. 

Jetzt hast du leider mehrere Herausforderungen. Du hast kein Gefühl für Rhythmus, du verwechselst dein linker und rechten Fuss ständig und ausserdem hast du kein Tanzpartner. Wie gehst du vor?

Wahrscheinlich benötigst du eine längere Vorbereitung, bevor du auf dem Tanzparkett ein heisser Tango hinlegst. Du überlegst dir erstmals, wie du dein Rhythmusgefühl verbessern kannst z.B. einen Trommelkurs, dann lernst du im Gymnastikverein einfache Tanzschritte und saugst dir regelmässig geniale Tango Videos ein.

Später suchst du dir eine Tanzschule, wo nicht nur Paare hinkommen, sondern auch einzelne Tänzer willkommen sind. Irgendwann kannst du dann an die Schule deiner Wahl gehen, bist ein gefragter Tanzpartner und kannst selbstsicher Tango tanzen.

Während deiner Aufbauphase und das ist sehr wichtig, lässt du dich nicht verunsichern. Möglicherweise lernst du langsamer als deine Freunde, aber mit der nötigen Disziplin und Durchhaltevermögen kannst du dir fast jede Fähigkeit aneignen.

Oft hilft es deine Fortschritte schriftlich festzuhalten, da alles was dir leicht fällt sehr schnell selbstverständlich wird.

4. Wie sieht deine eigene persönliche Erfolgsstrategie aus?

Wie bereits erwähnt sind die Sachen, die dir leicht von der Hand gehen selbstverständlich. Stell dir vor, du bist Lehrerin und kannst locker vor Gruppen reden. Überlege dir, wie sieht deine Erfolgsstrategie genau aus?

Als Lehrerin bereitest du wahrscheinlich deine Lektionen akribisch vor. Du weisst genau welche Schulkinder dir Probleme bereiten können und von vorne herein weisst du, wie du diese Kinder ruhig hältst. Du überlegst dir mögliche Fragen und legst dir deine Antworten zurecht usw..

Werde dir bewusst, welche Gedanken und Gefühle du in solchen Situationen hast. Was hilft dir dabei so stark und selbstbewusst aufzutreten? Ganz am Anfang ist dir das Reden vor einer Gruppe bestimmt nicht leicht gefallen. Wie hast du deine Unsicherheit überwunden? Hast du dir z.B. aufbauend zugeredet oder dir kompetentes und wohlwollendes Feedback geholt?

Diese Techniken werden dir ebenfalls Kraft vermitteln, wenn du dich traust neue Herausforderungen anzunehmen.

5. Übung macht den Meister.

Dieser Satz tönt abgedroschen und ist doch so wahr. Kein Meister ist vom Himmel gefallen. Werde dir bewusst, jeder wird in bestimmten Lebensbereichen beschenkt und in anderen Lebensbereichen herausgefordert.

Schaue dir Verhaltensstrategien von Menschen an, die du bewunderst und imitiere diese. Wie fühlt sich das an? Wie kannst du diese Techniken integrieren und so abwandeln, dass sie dir selbstverständlich vorkommen.

Das Ziel ist nicht jemand zu imitieren, sondern immer mehr dich selbst zu werden. Da können Erfolgsstrategien anderer Menschen sehr unterstützend sein.

Mut ist nicht immer brüllend laut. Manchmal ist es die ruhige, leise Stimme am Ende des Tages, die sagt: Morgen versuche ich es wieder.

Mary Anne Radmacher

Du bist und du kannst viel mehr, als du bis jetzt der Welt zeigst. Es ist schade diese Qualitäten der Welt vorzuenthalten. Sei dir bewusst, du selber bist dein schärfter Kritiker.

  • Welche Menschen können dich bei der Umsetzung deines Ziels unterstützen? Dies können einerseits Freunde sein, die dir zur Seite stehen oder gerade diese Personen, die du bewunderst. Du wirst staunen, wie gerne solche Menschen dir einen hilfreichen Tipp geben.
  • Frage gute Freunde einerseits wie du wirkst und andererseits was du noch verbessern kannst.
  • Erlaube dir Fehler zu machen und dich zu blamieren. Siehe diese als Stolpersteine auf dem Weg zum Erfolg.
Aus Stolpersteinen, die einem in den Weg gelegt werden,
kann man Treppen zum Himmel bauen.

© Lilli U. Kreßner

Fazit:

Selbstvertrauen basiert auf dein Selbstbild und dieses Bild ist subjektiv. Deine Erfahrungen und das Feedback deines Umfelds haben dieses Bild geformt.


Deine eigene Einschätzung bestimmt deine Wirkung. So entsteht ein Kreis, welcher dich bestätigt, wie gut oder schlecht du in etwas bist. 


Konzentriere dich auf deine Qualitäten und arbeite an deinen Defiziten. Vergesse nicht, das Selbstvertrauen eine Eigenschaft ist, die du dir aneignen kannst. Bleibe daran und gib nicht auf.

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