Deute die Impulse deines Körpers richtig. Wie dein Körper mit dir spricht.

Wie dein Körper mit dir spricht.

von Winnie | Gesundheit und Wohlbefinden

Feb 14
Wie dein Körper mit dir spricht

Stell dir vor, du bist in den Ferien und liegst an einem wunderschönen Strand. Du spürst eine sanfte Brise und die Sonne erwärmt deine Haut. Du hast nette Gesellschaft und fühlst dich richtig wohl. Wenn ich dies schreibe merke ich bereits, wie ich mich entspanne. Geht es dir auch so?

Dein Körper reagiert auf deine Gedanken und Gefühle, eins zu eins, ob du es bewusst mitbekommst oder nicht. Tagträumen ist eine kraftvolle Möglichkeit runterzufahren und dir Gutes zu tun.

Allerdings reagiert dein Körper ebenfalls auf negative Gedanken und Gefühle. Die Informationen, die dein Körper dir gibt sind hilfreiche Zeichen, um dein Verhalten besser deinen Bedürfnissen anzupassen.

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Wie kannst du die Sprache deines Körpers besser verstehen?

Klar, es gibt viele Bücher, die sich diesem Thema widmen und als ein erster Einstieg kann das unterstützend sein. Wichtiger ist es eine innere Achtsamkeit zu entwickeln, für das was dein Körper dir zeigt.

Die Fähigkeit im Dialog mit deinem Körper zu sein ist für deine Gesundheit und dein Wohlbefinden entscheidend. Mehr dazu in meinem Blog Dialog mit deinem Körper.

Jedes Krankheitssymptom hat eine andere Aussagekraft. Als Therapeutin und Coach finde ich es faszinierend, wie unterschiedlich diese sein kann. Die Ursachen der Rückenschmerzen sind bei jedem anders. 

Die Erklärung ist, jeder von uns hat seinen eigenen Lebensweg, mit allen Erfahrungen und Herausforderungen die dazu gehören. 

Achtsamkeit ist der Schlüssel.

Achtsamkeit ist nicht eine Fähigkeit, die wir selbstverständlich lernen. Die meisten Menschen sind nach Aussen orientiert und hier kommt dein Körper mit ins Spiel. Dein Körper gibt dir Impulse, mal sanft und mal etwas kräftiger. Je nachdem wie gut du die Botschaft entschlüsseln kannst.

Achtsamkeit ist nicht eine Fähigkeit, die wir selbstverständlich lernen. Die meisten Menschen sind nach Aussen orientiert und hier kommt dein Körper mit ins Spiel.

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Stell dir folgende Situation vor. Du bist an einer Veranstaltung und auf einmal siehst du ein äusserst attraktiver Mann, der ganz gezielt in deine Richtung schaut. Du spürst wie deine Knie weich werden und dein Herz macht einen Freudensprung. Eine Situation, die fast alle schon erlebt haben. 

Weiche Knie kannst du von einem sensationellen Kuss oder einem nervenaufreibenden Bewerbungsgespräch haben. Die gleiche Körperreaktion jedoch in sehr unterschiedlichen Situationen.

Schauen wir folgende Situation an. Du machst sehr gerne Sport und nimmst dir vor, dieses Jahr den Marathon zu laufen. Du fängst an zu trainieren und verfolgst erfolgreich ein sportmedizinischer abgesegneter Trainingsplan.  

Du verstauchst deinen Fuss und nimmst dir nicht genügend Zeit diese Verletzung auszuheilen. Wenn du das Training wieder aufnimmst, spürst du wie du dich immer mehr verkrampfst. Das ist dir gleich, du hast dein ultimatives Ziel vor Augen. Irgendwann ist der Punkt erreicht, wo du nicht mehr weiterlaufen kannst.

Diesen Punkt erreichen wir alle gelegentlich. Der eine beim Joggen und der andere bei der Arbeit oder in der Beziehung. Was nun?

Jetzt ist es wichtig hinzuhören.

Bekomme ein Gefühl für deine Beschwerden. Wann kommen die Symptome und wie verhalten sie sich? Achte dabei auf Aktivitäten, auf deine Gedanken, auf deine Gefühle und den Kontext. 

Es ist immer das grosse Ganze, was du im Auge behalten solltest. Verliere dich nicht in den Details. Betrachte diesen Zustand als die Ausgangslage eines Experiments. Mehr dazu hier.

Selbstverständlich ersetzt dieses Experiment nicht den Gang zum Arzt, sondern es ist vielmehr eine Ergänzung. Du kannst durchaus Medikamente nehmen, dich operieren lassen und zur gleichen Zeit in deinen Körper hinein hören.

Mit deinem Körper zu reden ist eine wunderbare Ergänzung zu jeder Behandlung und hat einen massgeblichen Einfluss auf deine Heilung. Verändere dein Verhalten und beobachte was passiert. Gib dir die Zeit genügend Informationen zu sammeln.

Bleiben wir beim Marathon Beispiel. Wie könnte diese Verhaltensänderung aussehen? Du lässt dich regelmässig massieren und machst wie gewohnt weiter. Eine andere Möglichkeit ist, dass du deinen Trainingsprogramm anpasst. Ein Trainingsplan ist auf den "Durchschnitt" ausgelegt und möglicherweise benötigst du andere Erholungszeiten. Vielleicht erkennst du auch, dass dein Körper sich mehr für einen Halbmarathon eignet. Es gibt sehr viele Möglichkeiten, für jeden die Passende.

Nimm dir Zeit und werde langsamer.

Diese Verhaltensänderung wird früher oder später Früchte tragen. Wenn die gewünschte Änderung ausbleibt, nimm eine nächste Korrektur vor. Hilfreich ist es dich mit anderen auszutauschen, damit du eine breite Palette an Anpassungen hast.

Langsamkeit ist essentiell. Mehr dazu hier. Die Sprache deines Körpers ist am Anfang sehr subtil. Gelingt es dir diese Impulse rechtzeitig zu erkennen und zu deuten, kannst du viel Gutes zu deiner Gesundheit beitragen. 

Hast du tagsüber keine Ruhe, dann nimm dir jeden Tag eine kleine Auszeit, um deinen Körper bewusst wahrzunehmen. Diese Zeit ist gut investiert!

Fazit:

Um die Sprache deines Körpers zu verstehen ist es wichtig Achtsamkeit zu entwickeln, in dich hinein zuhören und langsamer zu werden.

Jeder Körper drückt sich unterschiedlich aus und die Bedeutung ist ebenfalls individuell. Begebe dich auf eine Entdeckungsreise und lerne neue Facetten an dir kennen.

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